Rehe

verein_für_kleine_wildtiere_2012 707Merkmale: Das Reh hat einen gedrungenen Körper mit deutlich stärker entwickelten Hinter- als Vorderläufen. Im Sommer sind Rehe rot-braun bis gelblich braun gefärbt, während sich ihr Fell im Winter grau-braun bis grau färbt. Kitze zeichnen sich in den ersten Lebensmonaten durch die helle Fleckung aus, die aber ab etwa August langsam wieder verschwindet.

Lebensraum: Rehe bevorzugen Landschaften mit strauchholzreiche Mischwäldern, Feldern, Wiesen und anderen Freiflächen. Rehe sind allerdings sehr anpassungsfähig und bewohnen auch große Waldgebiete sowie Parks etc.

Lebensweise: Böcke verbringen den Großteil des Jahres als Einzelgänger, während die Ricken mit den Kitzen des Vorjahres zusammenleben. Ab März besetzten die Böcke Territorien, in denen keine Rivalen geduldet werden, körperliche Auseinandersetzungen kommen allerdings äußerst selten vor. Nach der Paarungszeit (Blattzeit: Juli – August) nimmt die Territorialität der Böcke wieder ab. Nach einer Tragzeit von etwa 290 Tagen, welche eine Vortragzeit mit Eiruhe bis ca. Dezember beinhaltet, gebären die Ricken 1 – 3, meist aber 2 Kitze. Die Ricken besetzen während der Setzzeit ebenfalls ein Territorium, welches sie gegen andere Weibchen verteidigen. Rehkitze werden oft alleine angetroffen, dies ist aber völlig normal, das Muttertier ist in der Nähe und kommt regelmäßig vorbei um das Kitz zu säugen! Handlungsbedarf besteht nur, wenn das Kitz verletzt oder tatsächlich verwaist ist!

Ernährung: Rehe zählen zu den Konzentratselektierern, das bedeutet, sie sind auf leicht verdauliche, eiweißreiche Nahrung angewiesen. Hierzu zählen verschiedene Gräser und Kräuter, sowie Blätter, junge Triebe und Knospen von Bäumen und Sträuchern. Auf Feldern äsen Rehe das junge Getreide und im Herbst werden auch Obst, Beeren und Pilze verspeist.