Rotfuchs

junger Rotfuchs - (c) Alex Settari

junger Rotfuchs – (c) Alex Settari

Merkmale: Der Körper des Rotfuchses ähnelt dem eines Hundes, durch den langen, buschig behaarten Schwanz wirkt der Rotfuchs aber sehr lange. In der Regel ist das Fell rostrot, Lefzen, Brust´, Kehle und Bauch sind dagegen weiß gefärbt. Die Vorderseite der Vorderläufe sowie die Außenseite der Ohren sind schwarz. Jungfüchse sind zu Beginn grau gefärbt, ihr Fell verfärbt sich dann aber ebenfalls grau-braun und später rostrot.

Lebensraum: Der Fuchs bevorzugt große Wälder mit angrenzenden Wiesen und Feldern, er kann aber auch nahezu waldfreie Gebiete besiedeln. Er nutzt den Wald als Wohnraum und geht auf offenen Flächen auf die Jagd. Da sich auch der Fuchs immer mehr zum Kulturfolger entwickelt, ist er mittlerweile bereits in Großstädten anzutreffen.

Lebensweise: Rotfüchse leben außerhalb der Paarungszeit (Ranz) und der Jungenaufzucht als Einzelgänger. Sie sind hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Die Losung (Kot) wir meist an erhöhten Stellen wie Steinen oder Baumstümpfen abgesetzt. Ruhephasen verbringt der Rotfuchs je nach Wetter auf freien Flächen, im Dickicht oder auch im Bau. Mit nassem Fell scheint er allerdings nie den Bau aufzusuchen. Die Paarungszeit erreicht im Jänner ihren Höhepunkt. Nach einer  Tragzeit von 51-54 Tagen gebärt die Fähe 3-6, in Ausnahmefällen sogar 10 Junge. Die Welpen sind bei der Geburt blind aber bereits behaart und werden etwa 3 Wochen gesäugt. Danach erbricht die Fähe vorverdaute Nahrung bis die Jungen größere Beutestücke verzehren können.

Ernährung: Füchse sind Allesfresser, ernähren sich aber Großteils von tierischer Kost. Mäuse stellen dabei einen Hauptbestandteil der Nahrung dar. Des weiteren werden Säuger und Vögel, sowie Gelege von bodenbrütenden Vögeln, Aas, Insekten und Amphibien erbeutet. Der Fuchs nimmt aber auch Beeren und Obst als Nahrung.

Quelle: Ekkehard Ophoven, 2010: „Kosmos Wildtierkunde“. S 46-49.