Baummarder

Steinmarder

Baummarder

Merkmale: Der Körper des Baummarders ist etwas länger als jener des Steinmarders, sein Fell ist dicht und langhaarig. Rücken und Schwanz sind dunkelbraun und weisen eine gelbliche Unterwolle auf, Bauch und Laufinnenseiten erscheinen in einem helleren Braun. Der Kehlfleck des Baummarders ist gelblich und unten meist ungeteilt.

Lebensraum: Baummarder sind meist an große Wälder gebunden, sie können aber auch kleinere Wälder oder Feldgehölze besiedeln. Obwohl der Baummarder weitaus störungsanfälliger ist als der Steinmarder, dringt er auf seinen Streifzügen auch immer wieder in menschliche Siedlungen vor.

Lebensweise: Mit Ausnahme der Paarungszeit (Ranz) leben Baummarder als Einzelgänger. Sie bewegen sich meist hoch oben in den Baumkronen, wo sie vorwiegend Nachts auch auf die Jagd gehen. Als Unterschlupf wählen Baummarder meist alte Spechthöhlen, Greifvogelnester oder Eichhörnchenkobel, seltener werden auch Reisighaufen als Unterschlupf genützt. Nach der Paarungszeit im Juli/August folgt für die Weibchen eine 9-monatige Tragzeit (inklusive Vortragzeit), ehe sie 3-4 Junge gebärt. Die Jungen sind bis zur 5 Lebenswoche blind und werden etwa 6-8 Wochen gesäugt.

Ernährung: Baummarder jagen sowohl Säugetiere als auch Vögel bis zu einer Größe, die sie noch überwältigen können. Sie fressen aber auch Insekten, Eier, Amphibien und pflanzliche Kost wie Beeren und Obst.

 

Quelle: Ekkehard Ophoven, 2010: „Kosmos Wildtierkunde“, S. 54-55.