Spendenaufruf

Wildtiere brauchen Wunder: 250.000 Euro für neues Zuhause

Der Verein „Kleine Wildtiere in großer Not“ muss umziehen. Aber der neue Standort ist, trotz Förderungen von Stadt und Land, nicht fertigfinanziert. Außerdem sinkt die Spendenfreude in Coronazeiten. Doch gerade im Advent hoffen Betreuer, Rehe, Waschbären, Fischotter und Füchse auf ein „wildes Weihnachtswunder“. Wenn nur jeder Grazer einen Euro spenden würde, dann wären die dringend nötigen, artgerechten Gehege der Wildtiere schon unter Dach und Fach. Ein Appell an GrazerInnen, in der Stadt der Menschrechte auch auf Tierrechte zu schauen, und an ganz Österreich: Denn Tierschutz sollte grenzenlos sein. 

Anna Gmeiner, Monika und Daniela Großmann, Ulrike Odreitz hoffen auf ein Wunder: „Bitte spenden Sie – jeder Euro hilft!“

Der Spende-Countdown läuft – gelingt es bis Weihnachten?

„Wir haben bereits einige Unterstützer, aber damit wir dieses Projekt stemmen, muss ein wildes Weihnachtswunder geschehen“, meint Monika Großmann. Die Obfrau des ‚Vereins Kleine Wildtiere in großer Not‘ in Graz hofft auf Unterstützung aus ganz Österreich und zieht einen Vergleich: „Wenn man bedenkt, dass ein Glühwein oder eine Waffel drei Euro kosten und dass viele von uns durch den Ausfall der Adventmärkte Dutzende Euro nicht ausgegeben haben, wäre es wirklich toll, wenn Tierfreunde und solche, die es noch werden wollen, fünf, zehn oder auch zwanzig Euro spenden könnten!“ Das Beispiel des Wutbauern hat jüngst gezeigt, wie zehntausende Menschen mit jeweils einer kleinen Summe etwas großes Gutes schaffen können.

Neues Zuhause mit großen Herausforderungen

Im März 2020 konnte Monika Großmann nach langer Suche endlich den Kaufvertrag für das neue Vereinsgrundstück in Graz-Mariatrost unterschreiben. Doch da fängt die Arbeit erst richtig an: „Bis sich das Team wieder voll der Versorgung hilfsbedürftiger Wildtiere widmen kann, muss der Altbestand an Gebäuden vorschriftsgemäß saniert und umgebaut werden.“ Allein die artgerechten Gehege schlagen mit 250.000 Euro zu Buche und sind dringend nötig: „Der Verein kann erst dann übersiedeln und auch wieder Wildtiere aufnehmen, wenn die neuen Gehege fertiggestellt sind!“ Man hofft auch auf prominente Unterstützer, die dem Projekt Rückenwind verleihen, damit Wildtiere in Not einen fairen Platz in unserer Gesellschaft erhalten.

Aus Platznot schon zwei Mal übersiedelt

Alles begann 2005, als Monika Großmann mit Tochter Daniela die Flut verletzter oder verwaister Wildtiere in ihrer Privatwohnung nicht mehr bewerkstelligten: „Wir gründeten den Verein, mieteten ein Vereinslokal und platzten fünf Jahre später mit unserer Wildtierauffangstation bereits aus allen Nähten. 2010 übersiedelten wir daher an den derzeitigen Standort im Grazer Leechwald. Seit 2019 herrscht auch hier wieder Aufnahmestopp wegen Überlastung, etwa aufgrund Platzmangel und den Anforderungen artgerechter Haltung.“ Es leben rund 40 Wildtiere wie Füchse, Waschbären, Fischotter, Kolkraben, Baummarder, Tauben und Rehe auf der Station.

So wie Eddie brauchen an die 40 Wildtier-Dauergäste neue artgerechte Gehege und hoffen auf Hilfe aus ganz Österreich
 

Rehbock Eddie freut sich auf mehr Platz

„Eddie wurde von einer Tierliebhaberin als Rehkitz gefunden und einige Wochen privat und ohne Artgenossen aufgezogen.  Eddie könnte theoretisch von seiner Konstitution ausgewildert werden, doch da er unter Menschen groß geworden ist, ist er auf diese geprägt. Das heißt, er erkennt auch Menschen als Artgenossen und hat keine natürliche Scheu. Ist er nun in freier Wildbahn und in seiner vollen Kraft mit dem Geweih eines Rehbocks, dann verteidigt er sein Revier gegenüber Menschen und könnte sie im schlimmsten Fall sogar verletzen“, so die Experten vom Verein Kleine Wildtiere in großer Not über einen typischen Fall. „Es bleibt ihm nur noch das Leben in möglichst artgerechter Atmosphäre, mit anderen Rehen, die ein ähnliches Schicksal teilen.“

SPENDEN

Steiermärkische Sparkasse

Empfänger: Verein für “Kleine Wildtiere in großer Not”

Verwendungszweck „Wildes Wunder“

IBAN: AT472081503100610983

BIC: STSPAT2G

Spenden steuerlich absetzbar – Infos bei Frau Maierhofer unter 0316/909383