Feldhase

Feldhase © Anna Gmeiner

Merkmale

Der Feldhase ist ein typisches Fluchttier, so sind seine Hinterläufe deutlich stärker ausgeprägt als die Vorderläufe. Vom Wildkaninchen unterscheidet sich der Feldhase anhand seiner Größe, sowie den langen Löffeln mit schwarzer Spitze und der oberseits schwarzen Blume. Das Fell des Feldhasen ist am Rücken und an den Seiten rötlich bzw. gelblich braun mit schwarzen Haarspitzen während Bauch, Brust und Kehle weiß gefärbt sind.

Lebensraum

Der Feldhase bewohnt bevorzugt baum- und strauchlose Acker- und Feldlandschaften. In waldreichen Gebieten ist er zwar ebenfalls anzutreffen, hält sich aber auch hier bevorzugt auf baumlosen Flächen wie Kahlschlägen und Lichtungen auf.

Feldhasenbaby © Verein für kleine Wildtiere

Lebensweise

Feldhasen sind standorttreue Einzelgänger, die sich nur zur Paarungszeit (Rammelzeit) zu größeren Gesellschaften zusammenfinden. Sie sind sowohl tagsüber als auch in der Nacht aktiv. Für Ruhephasen nutzt der Feldhase eine Mulde, die sogenannte Sasse, welche er mit den Vorderläufen scharrt. Bei Gefahr drückt er sich flach in die Sasse und flüchtet erst im letzten Moment. Die Rammelzeit reicht von Jänner bis August/September, weshalb 3 – 4 Würfe im Jahr möglich sind. Nach einer Tragzeit von etwa 43 Tagen gebärt die Häsin 2 – 4 Junge. Eine Besonderheit bei den Feldhasen stellt die Möglichkeit der Superfötation dar, das heißt eine neuerlicheBefruchtung der Häsin ist bereits während der Tragzeit möglich. Die Jungen werden sowohl behaart als auch sehend geboren und an einem geschützten Platz abgesetzt. Die Häsin kommt nur ein- bis zweimal pro Tag zum Säugen.

Ernährung

Feldhasen haben ein äußerst breites Nahrungsspektrum, sie fressen sowohl Wild- als auch Kulturpflanzen. Zu ihrem Speiseplan zählen deshalb neben Gräsern, Kräutern auch Kohlpflanzen, Getreidekörner und Feldfrüchte. Im Winter werden auch Knospen, Triebe und Rinde von Obstgehölzen und Weichhölzern verzehrt.

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