Wildtauben

Ringeltaube © Anna Gmeiner

Merkmale

Wildtauben haben einen kompakten Körperbau mit relativ kleinem Kopf. Sie besitzen eine stark gewölbte Brust, eine kräftige Flugmuskulatur und kleine, kurze Beine. Typisch für Tauben sind der kopfnickende Gang und der schnelle, geradlinige Flug.

Stadttaube mit Babys © Alex Settari

Vergleich – Stadttaube: Stadttauben stammen von der Felsentaube, der Wildform, und der domestizierten Haustaube ab. Bei Stadttauben handelt es sich also nicht um „richtige“ Wildtiere, sondern verwilderte Haustiere. Der Körperbau und die Gefiederfärbung ähneln der Felsentaube, jedoch gibt es auch viele verschiedene Muster- und Farbvariationen.

Lebensweise

Wildtauben sind monogam, ganzjährig fortpflanzungsfähig und können daher auch mehrmals im Jahr brüten. Sie bauen ihre Nester spärlich aus Zweigen oder brüten in Baumhöhlen und Felsen. Das Gelege besteht aus ein bis zwei Eiern. Die Jungtiere werden in den ersten Lebenstagen mit eiweißreicher Kropfmilch der Elterntiere gefüttert.

junge Türkentaube © Verein für kleine Wildtiere

Vergleich – Stadttaube: Stadttauben sind anpassungsfähige Kulturfolger und sind sehr gut an die menschlich geschaffenen Lebensräume angepasst. Sie brüten an verschiedensten Plätzen an und in Gebäuden. Die Nester bestehen neben Federn und Zweigen meist aus verschiedensten Materialien, die in Städten gefunden werden, wie z.B. Kunstoffresten, Papierfetzen, Drähten, Haaren und anderen, menschlichen Abfällen. Die Vermehrung von Tauben hängt direkt mit dem Vorhandensein von Nahrung zusammen. Da in den Städten durch Müll und Fütterungen immer genug Nahrung vorhanden ist, kommt es zu mehr Bruten im Jahr und die Population nimmt stetig zu. Dies führt zu Konkurrenz  um geeignete Nistplätze, massenhaften Ansammlungen und dadurch zu Parasitenbefall und Verunreinigung von Bauten.

Taubenbabies © Verein für kleine Wildtiere

Ernährung

Die Nahrung von Wildtauben besteht aus Getreiden, Sämereien, Knospen und anderen pflanzlichen Bestandteilen, welche meist am Boden aufgenommen werden. Im Gegensatz zu anderen Vögeln können Tauben Wasser saugend über den Schnabel aufnehmen.

Vergleich – Stadttaube: Die Nahrung von Stadttauben besteht neben pflanzlichen Bestandteilen vor allem aus Essensresten, verschiedensten Abfällen und Futter, welches von Menschen angeboten wird. Durch falsche Nahrung werden die Tiere krank, sie verlernen die Futtersuche und werden vom Füttern abhängig.

Beispiele – Arten: Ringeltaube, Türkentaube, Hohltaube, Turteltaube

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