Igel

Igel © Anna Gmeiner

Merkmale

Igel haben einen gedrungenen Körper mit behaartem Bauch und relativ kurzen Beinen. Die Kopfoberseite und der Rücken sind mit einer Vielzahl von Stacheln versehen, welche zur Feindabwehr dienen, indem sie sich zu einer festen Kugel zusammen rollen. Ausgewachsene Igel besitzen 6000 bis 8000 Stacheln, wobei jeder Stachel einzeln über die Muskulatur bewegt werden kann. Augen und Ohren sind klein, Gehör- und Geruchssinn sind sehr gut ausgebildet. Igel haben eine rüsselförmig verlängerte, bewegliche Schnauze und ein kräftiges Gebiss.

junger Igel © Laura Pabst

Lebensraum

Der Lebensraum von Igeln besteht aus strukturreichen Gebieten mit abwechslungsreicher Vegetation aus Hecken, Sträuchern und Bodendeckern. Sie leben entlang von Waldrändern, Feldrainen, Wiesen und Weideland. Igel besiedeln jedoch zunehmend Streuobstwiesen, Gärten, Parks, Friedhöfe und begrünte Siedlungen, da sie hier mehr Nahrung und Unterschlupf finden, als in den ausgeräumten Landschaften mit intensiver Nutzung. Igel sind sehr ortstreue Tiere und haben eine feste Bindung zu ihrem Lebensraum.

Igel © Hannah Assil

Lebensweise

Igel sind hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv und schlafen tagsüber versteckt in ihrem Unterschlupf unter Sträuchern und Hecken. Bei der Nahrungssuche durchstreifen sie ihre Reviere, wobei Männchen größere Strecken zurück legen, als Weibchen. Igel sind Einzelgänger und suchen nur zur Paarung Kontakt zu Artgenossen, die zwischen Mai und August erfolgt. Dabei umkreist das Männchen das Weibchen, welches sich anfangs meist mit Schnaufen und Kopfstößen gegen das hartnäckige Männchen wehrt. Dieser Ablauf kann sich über Stunden ziehen, bis es schließlich zur Paarung kommt. Die Tragzeit von Weibchen beträgt ca. 35 Tage und die Jungen werden blind und taub geboren. Sie besitzen nur wenige weiße Stacheln, die in einer aufgequollen Haut eingebettet sind und erst nach der Geburt hervor treten. Das Weibchen säugt ihre vier bis fünf Jungen rund 42 Tage. Kurze Zeit später sind die Jungen selbstständig und vollkommen auf sich allein gestellt. Mit ca. zwei Jahren sind Igel geschlechtsreif.

Der Igel zählt zu den Winterschläfern und sucht gegen Jahresende, bei anhaltenden Bodentemperaturen um die 0°, ein Winterquartier auf. Um den Winterschlaf zu überleben, müssen davor ausreichend Fettreserven angefressen werden. Je nach Temperaturverhältnissen wachen sie gegen März wieder auf.

Igelbaby © Verein für kleine Wildtiere

Ernährung

Igel gehören zu den Insektenfressern und haben ein breites Nahrungsspektrum. Dieses beinhaltet Regenwürmer, Schnecken, Spinnen, Hundert- und Tausendfüßer, Ohrwürmer, Käfer und anderen Insekten und deren Larven. Auch Frösche und kleine Säugetiere, wie Mäuse werden gelegentlich erbeutet.

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