Dachs

junger Dachs © Hannah Assil

Merkmale

Der Dachs ist der größte Vertreter der heimischen Marder! Er hat einen fülligen Körper, einen kurzen Schwanz und kurze Beine, wodurch er eher plump wirkt. Das Fell am Rücken und an den Flanken ist silber-grau, wohingegen Bauch und Beine fast schwarz gefärbt sind. Auffällig ist das weiß gefärbte Gesicht mit den beiden schwarzen Streifen, welche von der Schnauze über die Augen bis zu den Ohren verlaufen. Die Vorderpfoten sind mit kräftigen Krallen versehen, die der Dachs zum Graben verwendet.

Lebensraum

Dachse besiedeln bevorzugt Laubmischwälder, sie kommen aber auch in waldarmen Gebieten,  sowie in Parkanlagen von Städten vor. Eine wichtige Voraussetzung für einen geeigneten Lebensraum stellen grabfähige Böden dar. Sumpfige und staunasse Gebiete werden daher von Dachsen eher gemieden.

Dachsbabies © Ulli Odreitz

Lebensweise

Dachse leben in Familienverbänden und grenzen ihre Territorien gegenüber anderen Familien durch Duftmarken ab, die sie mit den am Bauch gelegenen Prägenitaldrüsen setzen. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und ziehen sich tagsüber zum Ruhen in ihre oft mehrstöckigen Erdbauten zurück. Es kann auch vorkommen, dass derselbe Bau zeitgleich von Dachsen und Füchsen bewohnt wird. Dachse halten eine Winterruhe, die je nach Außentemperatur mehrfach unterbrochen wird. Junge Fähen paaren sich meist im Juli/August, während ältere Fähen oft schon nach dem Wurf im Februar/März wieder begattet werden. Die Vortragezeit (Eiruhe) dauert je nach Begattungszeitpunkt also unterschiedlich lange. Die Welpen werden im Februar/März blind und nur spärlich behaart geboren. Sie werden etwa 16 Wochen gesäugt und verlassen den Bau erstmalig gegen Ende April.

Dachs © Verein für kleine Wildtiere

Ernährung

Dachse zählen zu den Allesfressern und nehmen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung auf. Sie graben im Boden nach Mäusen, Würmen, Schnecken etc., fressen aber auch Eier von Bodenbrütern, Obst, Pilze, Mais und Hafer. 

Helfen Sie uns helfen!