Eichhörnchen

Eichhörnchen © Ulli Odreitz

Merkmale

Eichhörnchen sind optimal an ein Leben auf Bäumen angepasst. Sie besitzen lange, bewegliche Zehen mit spitzen Krallen, mit denen sie auch an glatten Stammoberflächen hoch und hinunter klettern können. Sie haben kräftige Hinterbeine und einen langen, buschigen Schwanz, der beim Klettern und Balancieren auf dünnen Zweigen dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten. Ebenso dient der Schwanz beim Springen als Steuerapparat und reduziert die Fallgeschwindigkeit. Die Augen von Eichhörnchen sind groß und ermöglichen einen guten Rundumblick. Gehör- und Geruchssinn sind ebenfalls äußerst gut entwickelt. Eichhörnchen haben viele verschiedene Farbvariationen von Hellrot bis hin zu Braunschwarz. Während im Sommer das Fell dünn und meist heller ist, ist es im Winter dichter und buschiger. Auch die Fellbüschel an den Ohren sind im Winter deutlicher ausgeprägt.

junges Eichhörnchen © Anna Gmeiner

Lebensraum

Eichhörnchen leben in Nadel-, Laub- und Mischwäldern, wie auch in menschlicher Nähe in Gärten und Parkanlagen. Wichtig ist das Vorhandensein alter Baumbestände, welche ausreichend Samen produzieren und dauerhalft Nahrung bieten.

Eichhörnchen © Alex Settari

Lebensweise

Eichhörnchen sind tagaktive Einzelgänger und haben je nach Lebensraum und Nahrungsangebot unterschiedlich große Steifgebiete. Zur Paarung treffen Männchen und Weibchen aufeinander. Diese erfolgt max. zweimal im Jahr von Jänner bis in den Sommer hinein. Dabei kommt es über mehrere Tage zu wilden, geräuschvollen Verfolgungen, bei der sich die Tiere spiralförmig den Baumstamm auf und ab jagen. Anschließend baut das Weibchen ein kugelförmiges Nest in der Baumkrone, den sogenannten Kobel und polstert ihn mit Moos oder anderen weichen Materialen aus. Die Tragzeit beträgt 38 Tage und der Wurf besteht aus zwei bis fünf Jungen, welche anfangs noch nackt, blind und taub sind. Das Weibchen allein versorgt die Jungen, welche mit etwa 32 Tagen die Augen öffnen und säugt sie etwa acht bis zehn Wochen. Danach suchen die Jungtiere selbstständig nach Nahrung, bleiben jedoch noch einige Monate in der Nähe des Muttertieres. Nach ca. elf Monaten sind die Jungen bereits geschlechtsreif, verpaaren sich aber erst mit  einem Alter von zwei Jahren.

Eichhörnchenbabies © Anna Gmeiner

Eichhörnchen halten Winterruhe und fressen sich im Herbst keinen Fettreserven an. Stattdessen bunkern sie Nahrung an verschiedenen Stellen im Boden. Im Winter schränken Eichhörnchen ihre Aktivitäten stark ein und verbringen viel Zeit schlafend in ihrem Kobel, um Energie zu sparen. Gelegentlich verlassen sie ihren Kobel und suchen mit Hilfe ihres Geruchsinns Nahungsverstecke auf.

Eichhörnchen © Hanna Assil

Ernährung

Das Nahrungsspektrum von Eichhörnchen besteht aus Früchten und Samen von Buchen, Eichen, Kiefern, Fichten und Ahorn. Ebenso ernähren sie sich von Kastanien, verschiedenen Nüssen, Knospen, Blüten, Rinde, Flechten, Pilzen und Obst. Auch Eier und tierische Kost, wie Jungvögel, Insekten und Wirbellose, werden nicht verschmäht.

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